Energetische Erneuerung der Großsiedlung Hildesheim-Drispenstedt (2009)

Angesichts der globalen Herausforderung des Klimawandels sowie langfristig steigender Energiepreise sind Energieeinsparung und die Senkung des Ausstoßes von Klimagasen zentrale politische Ziele der Bundesregierung. Gerade im Gebäudebereich liegen noch erhebliche Energieeinsparpotenziale, die es im Interesse der Umwelt, aber auch im Interesse der Bewohner zu aktivieren gilt. 

Investitionen in die energetische Sanierung des Gebäudebestands dienen auch der Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen, verbessern die Wohn- und Lebensbedingungen der Menschen und können zugleich den Belangen der Stadtentwicklung Rechnung tragen. Dabei erfordern Investitionen der Eigentümer zur Steigerung der Energieeffizienz komplexe Abwägungs- und Entscheidungsprozesse.

Dies gilt insbesondere für Großwohnsiedlungen der 1950er bis 80er Jahre. Nicht selten sind das auch städtebauliche Problemgebiete mit sozialen Spannungen und erhöhtenIntegrationsanforderungen. Die bauliche Erneuerung kann einenentscheidenden Beitrag zur Stabilisierung dieser Quartiere leisten.Etwa 7,5 Prozent aller Wohnungen in Deutschland befinden sich in Großwohnsiedlungen, die in den 1950er bis 80er Jahren gebaut wurden. Indiesen insgesamt rund 2,4 Millionen Wohnungen leben etwa 5 MillionenMenschen. Viele Gebäude weisen eine schlechte Energiebilanz auf.

Um die Eigentümer der Gebäude in Großwohnsiedlungen bei der Erstellungintegrierter Konzepte zu unterstützen und die Sanierung zubeschleunigen, lobte Bundesminister Tiefensee am 20. Januar 2009 den Wettbewerb "Energetische Sanierung von Großwohnsiedlungen auf der Grundlage integrierter Stadtteilentwicklungskonzepte" aus.

Wir haben in Kooperation mit dem Ingenieurbüro Brand den Beitrag für die Großwohnsiedlung Drispenstedt ausgearbeitet. Der Beitrag wurde mit einer Silbermedaille ausgezeichnet.

Auftraggeber: Gemeinnützige Baugesellschaft zu Hildesheim AG (gbg)